Billardspielen ist aktuell!

 

Billard in seiner heutigen Form ist ein Kind der Französischen Revolution. War es vorher lediglich der Zeitvertreib gelangweilter Adeliger, die auf kostbaren Tischen mit kleinen Türmchen, Bögen und Glöckchen die Bälle bewegten, so sorgten nun vernünftige Männer für eine Entrümpelung. Alles überflüssige Zubehör verschwand von der Spielfläche, übrig blieben drei Bälle und die revolutionär einfache Vorschrift, mit dem eigenen Spielball die beiden anderen Bälle treffen zu sollen, also eine Carambolage herbeizuführen!

 

1807 erfolgte die große Erfindung betreffs des Spielstockes oder Queues. Der Franzose Mingaud entwickelte eine kleine Lederkappe, die er am Spielstock anbrachte; diese Belederung erlaubte ihm, den Ball exzentrisch zu stoßen ohne abzurutschen. Damit wurde der Effet (franz. "Wirkung") ermöglicht, mit dem einem gestoßenen Ball nicht nur eine Richtung, sondern auch eine Eigendrehung in jeder beliebigen Achse gegeben werden konnte. Eine neue Welt tat sich für die Spieler auf. Vieles wurde seitdem immer wieder verbessert und weiterentwickelt, aber die Grundkonzeption besteht nach wie vor - Billard, ein Spiel mit großer Vergangenheit und noch größerer Zukunft!

 

In Österreich entwickelte sich der Carambolsport aus der Kaffeehausszene. 1931 wurde der "Österreichische Amateur Billard Verband" gegründet. Viele Sportler von Weltgeltung sorgten für nationales und internationales Ansehen, das 1980 in der Anerkennung als offizielle Sportart durch die Österreichische Bundes-Sportorganisation seinen Ausdruck fand.

 

Österreich ist eine der führenden Billardnationen der Welt.