Kombinationen?

 

Die in der Vergangenheit immer wieder versuchte Verbindung von Carambol und Lochbillard in einem Stück haben oft interessante Möbelstücke, aber stets eher unbefriedigende Ergebnisse in Bezug auf die Qualität des Spiels gezeitigt und bestenfalls für eine Form ein akzeptables Niveau geboten. Prinzipiell sind zwei Lösungen denkbar: Das Wendebrett und die Doppelbande.

 

Bei Wendebretter werden zwei Steinplatten und zwei Bandenrahmen, einer mit Löchern und Taschen, der andere glatt, sandwichartig Rücken an Rücken miteinander verbunden. Nach Wunsch kann die oben liegende Platte um eine Mittelachse geschwenkt und damit die vorerst nach unten weisende anders geformte Spielfläche nach oben gebracht werden. Wegen der unterschiedlichen Normen kann nur eine Spielart die korrekten und auch nur kleine Abmessungen haben, weil die gesamte Konstruktion ja frei um die Achse rotieren muß und der Bodenabstand der Achse das Maß absolut beschränkt. Der Bandenabschlag (also die Reflexion des Balles von der Bande) ist niemals so gut wie bei einem normalen Brett und die Konstruktion wird teuer und sehr schwer. Im übrigen verliert das Pool-Billard auf einem kleinen Tisch sehr bald an Interesse.

 

Lösungen mit eingelegten Banden (Doppelbanden), die die Löcher verdecken und damit auf einer Lochbillard-Platte das Carambol-Spiel in einem kleineren Feld ermöglichen sollen, sind hinsichtlich der Spielqualität noch unzulänglicher und können somit im Grunde nicht einmal Anfängern Freude bereiten. Die Entscheidung für eine oder die andere Spielart sollte zumindest für den einzelnen Tisch endgültig getroffen werden.