Aus der großen Zahl der verschiedenen nationalen Ausformungen des Billardspieles sind heute in Mitteleuropa vor allem drei Typen verbreitet: Das französische Carambol-Billard, das amerikanische Pool-Billard und das britische Snooker.Die drei Spielversionen haben individuell genormte Spielflächen und verschieden große Bälle ("Kugeln" ist nicht korrekt), sie benötigen daher auch jeweils eigene Tische.
Carambol wird auf einem Tisch (richtig "Brett" genannt) ohne Löcher (Taschen) gespielt und zielt darauf ab, mit einem Spielball zwei andere Bälle auf dem Tisch zu treffen. Mehrere Varianten, bei denen die Bedingungen, unter welchen die Bälle getroffen werden müssen, voneinander abweichen, stellen innerhalb des Carambol-Billards eigene Disziplinen dar. Diese Spielart erfordert zur vergnüglichen Ausübung gewisse Grundkenntnisse, bietet aber dem interessierten Spieler lebenslange Herausforderung und Genuß. Absolut unbestritten ist Carambol das raffinierteste und eleganteste Spiel mit Queue und Ball.
Pool ist nach amerikanischen Regeln und Normen ein weitverbreitetes Lochbillard, bei dem mit einem Spielball insgesamt bis zu fünfzehn Bälle nach bestimmten Regeln in sechs Taschen gestoßen werden müssen.
Snooker ist so wie Pool ein Lochbillard und wurde erst in den letzten Jahren durch eine ausführliche TV Berichterstattung vor allem bei jugendlichem Publikum außerhalb Englands populär. Es wird gegenüber Carambol und Pool mit wesentlich kleineren Bällen gespielt, erfordert aber einen besonders großen Tisch. Die Idee ist auch hier, mit einem Spielball mehrere andere Bälle in bestimmter Reihenfolge in die sechs Taschen zu stoßen. Die Spielanlage und die Regeln unterscheiden sich grundlegend von Pool.